mostly in English, sometimes in Deutsch

Die Krise in Griechenland und DIE SCHLIMMEN DEUTSCHEN

Ich verfolge mit Staunen und Erschrecken auf Facebook wie sich die deutsche Linke (die LINKE Partei, aber auch die Grünen und teilweise die SPD) gerade in “German bashing” suhlt.

Wir Deutschen sind also ein schlimmes Volk. Wir haben den armen Giechen nicht genug geholfen. Und dieses STOLZE Volk muss jetzt so leiden.

Um es mit ??? zu sagen: ich kann nicht so viel Fressen wie ich K.tzen möchte. Wir Deutschen sind ja ohnehin gut im Selbst-Anschwärzen 😦 , aber das hier ist schon echt übel.

Daher mal ein Blog der zuerst mit einem herrlichen Beitrag in SPON beginnt, siehe dieser alte Post. Auszug daraus:

Der Syriza-Sozialismus ist die Fortführung der Pubertät mit politischen Mitteln. Oder wie soll man es nennen, wenn jemand darauf beharrt, er wolle auf eigenen Füßen stehen, aber ständig zu den Eltern pilgert, weil er ohne ihr Geld nicht auskommt?

Erwachsensein bedeutet, für die eigenen Fehler geradezustehen.

Wenn man so etwas in den sozialen Netzwerken posted, ist das hier die Standardantwort der Linken:

Mir ist zum Kotzen wenn ich diesen Scheiß lese. Damit erreicht der Spiegel totales BLÖD- Niveau.

Das ist natürlich an argumentativer Klarheit nicht zu überbieten 🙂 Aber ich gebe nicht einfach auf und habe da mal mit FAKTEN FAKTEN FAKTEN geantwortet:

(1) Griechenland hat schon EUR 100 Milliarden Schulden erlassen bekommen: http://www.spiegel.de/…/griechenland-krise-alle…

(2) Deutschland hat schon stand heute 60 Milliarden EUR an Griechenland gezahlt: http://www.spiegel.de/…/griechenland-krise-alle…

Aber der linken “Intelligentia” in Deutschland reicht das wohl nicht. Ist ja nie ein Problem der Linken, Geld aufzutreiben, wir können es ja immer “den Reichen” weg nehmen. Das das weltweit NOCH NIE funktioniert hat, stört so Salon-Trotzki-isten wie Sarah Wagenknecht natürlich nicht.

Es ist völlig selbstverständlich, dass Länder wie Finnland, England, Holland, Estland zu allererst mal nach ihren eigenen Interessen sehen. Damit ist es dann relativ logisch, dass Griechenland LIEFERN muss statt einfach weiteres Geld zu überweisen.

Die interessante Frage für mich ist schlussendlich die folgende: Wann hat Deutschland (bzw. die deutsche Linke) wieder etwas mehr .rsch in der Hose und etwas mehr Selbstbewusstsein, eigene Interessen zu vertreten?

Categorised in: Economy/Wirtschaft, InDeutsch, Politics/Politik

5 Responses »

  1. Wenn das die interessanteste Frage ist, dann fehlt es schon mal am Ziel. Die Frage muss doch lauten: “Wie bringen wir Griechenland dazu, auf eigenen Beinen zu stehen?”
    Sicher nicht, indem wir ihnen ein Sparprogramm aufzwingen, wodurch die Kaufkraft noch mehr sinkt und die Haupteinnahmequelle, der Tourismus weit höher belastet wird.
    Sicher nicht, indem wir die Milliarden der Steuerzahler dafür verwenden, die Schulden bei der EZB und dem IWF zu begleichen.
    Insofern also die völlig verkehrten Mittel, die ergriffen werden, momentan.
    Wie kann man sich also wundern dass die Linken dermaßen recht haben und über diese auch noch herziehen deswegen?
    Einfach keine Ahnung von nichts oder wie?

    Und, es gibt eine Alternative, auch wenn sie der Herr Schäuble noch nicht kennt:

    • Also Sorry, aber von Volkswirtschaft habe ich Ahnung 🙂

      Das Griechenland Problem sollte man vielleicht mal an einem ganz einfachen Beispiel diskutieren – die VWL denkt doch so gerne in Modellen: ein Privatschuldner ist Pleite, mit 10 Tausend EUR. Zähneknirschend werden ihm die Schulden erlassen. Der Mann ist übrigens Busfahrer mit drei Kindern, sehr ehrenwert. Nach der Entschuldung kauft er sich einen nagelneuen VW Gold, seinen Kindern eine XBOX und macht Urlaub auf Hawai. Den Rat der Bank, es doch mal mit einem einfachen “Haushaltsbuch” zu versuchen, um sicherzustellen dass die Ausgaben nicht die Einnahmen übersteigen, kann er sich nicht so recht anfreunden. Er hat ja auch seinen Stolz. 6 Monate später ist er wieder Pleite, diesmal hat er EUR 40 Tausend Schulden.

      So, das trifft so ziemlich genau die Griechenland Krise. jede Debatte, *wer* denn nun Griechenland (den Busfahrer) retten soll, ist ZWEITRANGIG. Zuallererst muss der Busfahrer mal Bereitschaft erkennen lassen, den nächsten Schuldenschnitt nicht zum neuen Verprassen auf Gemeinkosten zu nutzen…

  2. Und die deutsche Linke vergisst auch gerne dass Griechenland schonmal 100 Milliarden EUR entlassen wurden, und zwar in 2012. Das ist eine Menge Menge Geld, ein Drittel des damaligen Schuldenstandes. auch ca. ein Drittel des Bundeshaushaltes.

    In den drei Jahren seitdem wurde sicher in Griechenland gespart und es tat sicher auch weh – aber welches der allzu bekannten Strukturprobleme (kein Katasteramt, Vetternwirtschaf und Korruption, Steuerzahlen gilt als dumm, …) wurde ernsthaft angegangen?

  3. @ImmerEssen66
    Tut mir leid, aber das trifft es überhaupt nicht. Meinen Beitrag nicht gelesen?
    Wenn wir das Beispiel jetzt wirklich mit Griechenland vergleichen wollen, dann hätte der Mann zwar eine Bank gefunden, die die 10 000,- Schulden übernimmt.
    Nur hätte die Bank diese 10000 jetzt wieder in Rechnung gestellt.
    Nur, leider gibt es keine Bank die diese 10000 übernehmen möchte.
    Von Urlaub und Xbox kann keine Rede sein. Stimmt ja alles nicht.
    Der Vergleich hinkt, nicht mal mehr, dem fehlt schon ein Bein, wenn nicht beide.

  4. Spielt es eine Rolle, ob Griechenland jetzt 300 Milliarden nicht bezahlen kann oder 200 Milliarden? Die hat es nämlich nicht. Sollen aber refinanziert werden, weil der IWF und die EZB ihr Geld zurück haben wollen. Wozu überhaupt? Warum und weswegen?

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: